Was ist die 3-Tage-Regel beim Handel mit Aktien?

Aktiengeschäfte, die über einen längeren Zeitraum nicht abgewickelt werden, können sich nachteilig auf die Finanzmärkte auswirken, insbesondere in Zeiten von Marktturbulenzen. Je länger es dauert, bis ein Trade abgewickelt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Anleger, die in einem Markteinbruch viel Geld verloren haben, nicht in der Lage sind, für den Trade zu zahlen. Infolgedessen gibt es eine sogenannte Drei-Tage-Regel, nach der Sicherheitstransaktionen innerhalb von drei Geschäftstagen abgewickelt werden müssen. Samstage und Sonntage zählen im Wertpapierhandel nicht als Geschäftstage.

Identifizierung

Abwicklung im Aktienhandel bedeutet, dass das Eigentum an Wertpapieren formal von einem Investor oder Unternehmen auf ein anderes übertragen wird. Vor dem 7. Juni 1995 betrug die Frist für die Abwicklung fünf Tage. Die Forderung, dass Geschäfte innerhalb von drei Tagen abgewickelt werden müssen, oder wie die Securities and Exchange Commission (SEC) dies als „T + 3“ bezeichnet, verringert die Ausfallwahrscheinlichkeit. Dies bedeutet, dass das 'T' den Handelstag und das Plus drei die drei Geschäftstage darstellt, die ein Anleger für gekaufte oder verkaufte Wertpapiere zu zahlen hat.

Funktion

Erfahrene Trader wissen, dass die Kurse von Wertpapieren unvorhersehbare Volatilitätszyklen durchlaufen. Im großvolumigen Handel steigt das Risiko. Alleine die New York Stock Exchange kann pro Handelstag bis zu 10 Milliarden Aktien im Volumen abwickeln. Nach Angaben der SEC ist es umso wahrscheinlicher, dass Käufer und Verkäufer, die einen großen Verlust erlitten haben, die letzten Transaktionen nicht bezahlen können, je länger die Abwicklung eines Geschäfts dauert. Durch die Minimierung des für die Abwicklung von Geschäften zulässigen Zeitlimits wird auch der Geldbetrag minimiert, der den Besitzer wechselt, wodurch sich das Risiko weiter verringert. Mit dem Aufkommen des elektronischen Handels kann die Übertragung des Eigentums viel schneller erfolgen.

Was es abdeckt

Die Drei-Tage-Abrechnungsregel gilt nicht nur für Aktien, sondern auch für viele Anleihen und Investmentfondsanteile. Aktienoptionen werden hingegen am Tag nach dem Handel abgerechnet. Diese Bestimmung begrenzt die Manipulation der Aktienkurse und minimiert die Risiken für die beteiligten Parteien. Staatspapiere werden ebenfalls am Tag nach dem Handel abgerechnet. Die Kurse von Staatspapieren lassen sich jedoch nicht leicht über das Handelsvolumen beeinflussen.

Brokerage-Regeln

Nach Angaben der SEC unterliegen verschiedene Maklerunternehmen unterschiedlichen Regeln hinsichtlich der Durchsetzung der Drei-Tage-Regel. Einige Firmen verkaufen die an der Transaktion beteiligten Wertpapiere, wenn die Zahlung nicht innerhalb der zulässigen Frist erfolgt. Vom Makler erlittene Verluste können dann an den Anleger weitergegeben werden. In anderen Situationen kann der Makler eine Gebühr erheben, wenn die Bestimmungen der Drei-Tage-Regel nicht ordnungsgemäß eingehalten werden.