Anpassungen zur Überleitung des Nettoergebnisses zum Cashflow

Sowohl nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) als auch nach den US-amerikanischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Rechnungslegung ist bei der Aufstellung einer Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode der Nettogewinn entweder aus der Gewinn- und Verlustrechnung oder der Gesamtergebnisrechnung der Ausgangspunkt Punkt in der Vorbereitung. Anschließend werden Anpassungen am Nettoergebnis vorgenommen, um den Saldo aus Zahlungsmitteln und Äquivalenten am Ende des Berichtszeitraums zu erzielen.

Anpassungen für nicht zahlungswirksame Transaktionen

Die ersten Anpassungen des Saldos der Nettoerträge betreffen nicht zahlungswirksame Transaktionen, durch die der vom Unternehmen im Berichtszeitraum ausgewiesene Betrag der Nettoerträge oder -verluste erhöht oder verringert wurde. Die häufigste nicht zahlungswirksame Transaktion, die angepasst werden muss, beinhaltet Abschreibungen. Abschreibungen fallen an, wenn der Wert eines eigenen Vermögenswerts verringert wird, um eine Abschreibung auf die verbleibende Nutzungsdauer dieses Vermögenswerts zu berücksichtigen. Da tatsächlich kein Bargeld umgetauscht wurde, muss der Betrag des Abschreibungsaufwands zum Betrag des vom Unternehmen ausgewiesenen Nettogewinns oder -verlusts hinzugerechnet werden. Eine ähnliche Anpassung wird für nicht realisierte Gewinne oder Verluste aus der Währungsumrechnung vorgenommen. Da tatsächlich kein Bargeld umgetauscht wurde, wird der Betrag eines etwaigen Verlusts zum vom Unternehmen ausgewiesenen Nettogewinn oder -verlust addiert, während der Betrag eines etwaigen Gewinns vom Betrag des Nettogewinns oder -verlusts abgezogen wird.

Anpassungen der Betriebsaktivität

Anschließend werden Anpassungen vorgenommen, um die Zunahme oder Abnahme des Cashflow aus der Änderung des Werts der operativen Vermögenswerte oder Schulden des berichtenden Unternehmens während des Berichtszeitraums widerzuspiegeln. Ein Rückgang des Betriebsvermögens führt zu einer Aufstockung des Nettoergebnisses oder -verlusts des Unternehmens, während ein Rückgang der Betriebsverbindlichkeiten zu einem Abzug des Nettoergebnisses oder -verlusts des Unternehmens führt. Wenn beispielsweise die Forderungen eines Unternehmens (ein betriebliches Vermögen) während des Berichtszeitraums von 100 USD auf 50 USD sanken, werden 50 USD zum Nettogewinn hinzugerechnet.

Anpassungen der Investitionstätigkeit

Nachdem alle Anpassungen der betrieblichen Tätigkeit vorgenommen wurden, werden die Anpassungen vorgenommen, um die Zunahme oder Abnahme der Netto-Zahlungsmittel widerzuspiegeln, die sich aus der Änderung des Werts der investierenden Vermögenswerte oder Schulden des Unternehmens während des Berichtszeitraums ergeben. Ein gemeinsames Investitionsgut sind Maschinen oder Geräte. Wenn ein Unternehmen während eines Berichtszeitraums Geräte im Wert von 500 USD erwirbt, müssen 500 USD vom Nettogewinn oder -verlust abgezogen werden. Wenn das Unternehmen alte Geräte in Höhe von 100 USD verkauft hat, um sie aufgrund der neuen Geräte nicht mehr zu benötigen, werden in einem separaten Posten in der Kapitalflussrechnung 100 USD zum Nettogewinn oder -verlust hinzugerechnet.

Anpassungen der Finanzierungsaktivität

Die letzte Kategorie von Anpassungen des Nettogewinns oder -verlusts sind Anpassungen, die vorgenommen wurden, um die Zunahme oder Abnahme des Nettogewinns infolge der Änderung des Werts der Finanzierungsaktiva oder -passiva des Unternehmens während des Berichtszeitraums widerzuspiegeln. Eine übliche Finanzierungstätigkeit ist ein Bankdarlehen. Wenn ein Unternehmen während des Berichtszeitraums Kredite in Höhe von 100.000 USD von einer Bank aufnimmt, müssen 100.000 USD zum Nettogewinn oder -verlust hinzugerechnet werden. Wenn das Unternehmen anschließend 5.000 USD des Kapitals (nicht der Zinsen) des Bankdarlehens zurückzahlt, werden 5.000 USD in einem separaten Posten in der Kapitalflussrechnung vom Betrag des Nettoertrags oder -verlusts abgezogen.