Aufgelaufene Zinsen vs. Zinsaufwendungen

Aufgelaufene Zinsen sind Zinsen, die Sie normalerweise aus einer festverzinslichen Anlage wie einer Anleihe verdienen. Zinserträge aus festverzinslichen Anlagen werden als aufgelaufen bezeichnet, da sie verdient, aber noch nicht an Anleger ausgezahlt wurden. Ein Zinsaufwand ist ein Zins, der gezahlt wird, wenn Personen oder Unternehmen einen Kredit bei einer Bank oder einem anderen Finanzinstitut aufnehmen.

Aufgelaufenen Zinsen

Festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen haben Zeitpläne festgelegt, nach denen sie Zinszahlungen an Anleger leisten. Beispielsweise zahlen Anleihen in der Regel alle sechs Monate Zinsen aus. In der Zeit zwischen den geplanten Zinsauszahlungsterminen wird das festverzinsliche Wertpapier verzinst. Diese Zinsen fallen bis zu dem Tag an, an dem die Zinszahlung an die Anleger fällig ist. Der Wertpapieremittent leistet dann eine Zinszahlung an seine Anleger für alle Monate des Wertpapiererlöses und der aufgelaufenen Zinsen.

Berechnung der aufgelaufenen Zinsen

Für die Berechnung der aufgelaufenen Zinsen verwenden Sie die Formel: Zinssatz x Nennwert / (Anzahl Tage / 360). Die Anzahl der Tage ist die Zeit von der Ausgabe des Wertpapiers bis zum Lieferdatum oder Abrechnungsdatum. Um dies an einem Beispiel zu veranschaulichen: Das Emissionstermin für eine Kommunalanleihe ist der 1. Januar und das Lieferdatum der 15. Februar. Der Zinssatz für die Anleihe beträgt 5 Prozent und der Nennwert der Emissionen beträgt 1.000 USD. So berechnen Sie die aufgelaufenen Zinsen: 0,05 x 1.000 US-Dollar x (104/360) = 14,50 US-Dollar.

Zinsaufwendungen

Wenn Sie Geld bei einer Bank ausleihen, kann die Bank unter anderem Zinsen für den Kredit verlangen. Wenn Unternehmen Geld von Banken oder Finanzinstituten leihen, werden ihnen ebenfalls Zinsen für den Kredit berechnet. Wenn ein Unternehmen Anleihen ausgibt, sind die Zinsen, die es seinen Anleihegläubigern zahlt, ebenfalls ein Zinsaufwand. Unternehmen melden den Geldbetrag, den sie als Zinsaufwand zahlen, in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zinsaufwendungen ausweisen

Unternehmen können ihre Zinsaufwendungen für Kredite oder Anleihen getrennt von ihren Erträgen aus Unternehmensinvestitionen oder Konten wie z. B. einem verzinslichen Sparkonto ausweisen. In diesem Fall werden die Konten als separate Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt. Unternehmen können auch ihre Zinsaufwendungen und Zinserträge kombinieren. In diesem Fall würden sie ihren Zinsaufwand von ihrem Zinsertrag abziehen. Das Unternehmen würde diesen Betrag dann als Zinsüberschuss oder Zinsüberschuss in der Gewinn- und Verlustrechnung ausweisen.