Erforderliche Rendite für eine Anleihe

Die erforderliche Kapitalrendite ist die Rendite, die beim Kauf des Vermögenswerts erzielt wird und die das Gesamtinvestitionsrisiko ausgleicht. Anders ausgedrückt ist die erforderliche Rendite einer Anleihe die Rendite, die ein Anleiheemittent bieten muss, um Anleger zum Kauf des Vermögenswerts zu verleiten. Die erforderliche Rendite richtet sich nach dem risikofreien Marktzins zuzüglich einer für den einzelnen Emittenten spezifischen Risikoprämie. Anleihen gelten in der Regel als weniger riskant als Aktien, da Anleihegläubiger im Falle einer finanziellen Notlage in der Regel erste Rechte auf Unternehmens-Cashflows haben. Anleihen mit einer längeren Restlaufzeit haben ein höheres Risiko und damit eine höhere Rendite als Anleihen mit einer kürzeren Restlaufzeit.

Staatsanleihen

Staatsanleihen weisen das geringste Risiko und damit die niedrigste geforderte Rendite auf. US-Staatsanleihen zum Beispiel haben das volle Vertrauen und die Unterstützung der Bundesregierung. Die Stärke dieser Garantie macht sie sicherer als jede andere Art von Bindung. Internationale Investoren beurteilen das Risiko von Regierungen auf der ganzen Welt jedoch je nach Bonität und politischem Risiko unterschiedlich. Anleihen, die von der Regierung anderer Länder begeben wurden, weisen daher ein unterschiedliches Risiko auf.

Kommunalanleihen

Investoren in Kommunalanleihen oder Munis schätzen die erforderliche Rendite auf der Grundlage der Bonität der Kommune, die die Anleihen emittiert. Munis gelten als riskanter als Anleihen der Bundesregierung. Sie weisen im Vergleich zu vielen Unternehmensanleihen in der Regel eine niedrigere Rendite auf, da die Anleger keine staatlichen oder lokalen Steuern auf die Einnahmen aus ihren Investitionen in die Kommunalanleihen entrichten müssen.

Unternehmensanleihen

Unternehmensanleihen haben das höchste Risiko und damit die höchste geforderte Rendite. Unternehmensratings sowie Rückstellungen für Anleihen, die sich auf die Rechte der Anleger auswirken, wirken sich beide auf das wahrgenommene Risiko der Cashflows aus. Unternehmensanleihen weisen jedoch nach wie vor eine niedrigere erforderliche Rendite auf als Aktien, die von derselben Gesellschaft ausgegeben wurden.